Knollen

Knollen
Kosmos
Peter Becker
157 Seiten
Dieses Kochbuch ist viel mehr als ein Kochbuch. Wie kann die Nahrungsmittelversorgung der Weltbevölkerung gesichert werden? Wie kann der Anbau nachhaltig gestaltet und Mensch und Natur positiv beeinflusst werden?

Art.Nr.: 24301

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REZENSION

Dieses Buch ist ganz offenkundig ein Kochbuch. Doch es ist auch noch viel mehr: es zeigt auf, wie die Nahrungsmittelversorgung der Weltbevölkerung gesichert werden kann, der Anbau nachhaltig gestaltet und Mensch und Natur positiv beeinflusst werden können.
Autor Peter Becker ist ein Verfechter der Vielfalt auf den Äckern. Monokulturen oder der Anbau nur weniger Sorten lässt einerseits die Geschmacksvielfalt verarmen und ist andererseits schlecht für die Biodiversität und die Kulturlandschaft. Zudem sorgen mehr Kulturpflanzen für mehr Nahrungsmittelsicherheit, da je nach Verlauf der Saison mal die eine, mal die andere Pflanze besser wächst. Eine Besinnung auf traditionelle Knollenfrüchte würde außerdem helfen, den Welthunger zu dämpfen, da eben Kartoffeln oder Weizen nicht überall gut wachsen und manche Böden eher geeignet sind, Erdmandeln, Taroknolle, Yacon oder Lotuswurzeln anzubauen. Ebenso profitiert auch das leibliche Wohl von der Vielfalt – je mehr unterschiedliche Nahrung wir zu uns nehmen, umso eher kann Krankheiten vorgebeugt und eine bestmögliche Versorgung garantiert werden.
In diesem Buch werden nun eben 18 alternative Knollengemüse vorgestellt, 44 Rezepte geben Hilfestellungen, wie auch unbekannte Sorten schmackhaft zubereitet werden können. Einiger dieser Knollen – wie Süßkartoffel oder Topinambur – sind durchaus in gut sortierten Supermärkten erhältlich, andere, z.B. Yamswurzel oder Maniok, gibt es in internationalen Lebensmittelläden, wieder andere lassen sich hervorragend selbst anbauen (Ocaknolle oder Erdbirne). Damit die weitestgehend unbekannten Sorten aus ihrer Nische als „fremdes Gemüse“ herausgetragen werden, gibt es zu jeder Knolle ein Portrait inklusive Herkunft, Geschichte, Vorteile für Landwirtschaft und Ernährung sowie Tipps zum Anbau. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Maniokwurzel wegen ihrer Robustheit in Afrika auch Rambo-Wurzel genannt wird? So gewappnet sollten die Hemmungen fallen, sich an die Rezepte zu wagen: Trüffelkartoffel-Sandwich, Erdmandel-Puffer, Dahlien-Zimt-Kuchen, Yacon-Gemüse-Curry, Mashua-Beignets oder gebackene Taglilienknolle sind (noch) alternative Rezepte, die hoffentlich immer mehr Freunde finden werden.
Bleibt als Fazit: Back to the Roots!
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