Koch doch einfach!

Koch doch einfach!
Knesebeck Verlag
Clare Lattin, Tom Hill
352 Seiten
Minimale Zutaten, maximaler Geschmack

Die Autoren und Betreiber des Londoner Lokals Ducksoup Clare Lattin und Tom Hill verraten in 130 köstlichen Lieblingsrezepten wie mit einfachen Mitteln ihre saisonalen Gerichte zu etwas ganz Besonderem werden. Beeinflusst sind die Gerichte aus den Länderküchen Skandinaviens und Japans und dem Mittelmeerraum.


Art.Nr.: 25379

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Das Ducksoup in London ist ein Restaurant das aus weniger mehr macht, auf die Qualität der Zutaten setzt und auf eine eigenwillige Präsentation im stimmungsvollen Rahmen achtet. Außerdem ist es das Restaurant mit dem Plattenspieler, aber dazu später.

In einem ausführlichen Vorwort erfahren wir viel über die Philosophie die hinter dem Unternehmen steht das Clare Lattin schließlich auf Grund von Reiseerfahrungen in Damaskus, Beirut und Tripolis gegründet hat.

Das essentielle erste Kapitel öffnet den Vorratsschrank der Küche und präsentiert einige wenige ausgewählte Würzmittel und Geschmacksbringer (Zitronen, Joghurt und was sich daraus machen lässt) die die Gerichte im Ducksoup bestimmen. Hier finden sich auch Lieblingsgewürze wie wir von Babette’s sie herstellen: Dukkah, Zaatar, Sumac, Harissa.

Der Rezeptteil beginnt mit den schnellen, einfachen, die sich zum einen gut als kalte Vorspeisen eignen und zum anderen als Standardgerichte des Lokals bewährt haben. Das sind dann beispielsweise rohe, eingelegte und -gesalzene Zutaten wie Feigen mit Labneh, Pistazien und Sumac oder vom Herd: Lammbries, Erbsen, Pancetta und Eierschwammerl.
Weiter geht es mit den aufwändigeren Speisen und solchen, die wirklich lange garen müssen wie etwa Ochsenbacken die mit Gurke, Kren und Erbsen als warmer Salat angerichtet werden.

Und auf welche Weise angerichtet wird ist auch ein Thema. Im Ducksoup bleiben die Komponenten des Gerichtes erkennbar weil sie, wenn überhaupt, nur leicht gemischt werden. Das gilt natürlich auch für die Nachspeisen wie die gebratene Birne mit Mascarponecreme und Walnusskrokant.

Das Buch endet aber noch nicht beim Dessert, es folgen noch Anleitungen zum Konservieren, insbesondere mit Salz, und ein kurzes, aber umso interessanteres Kapitel über Getränke.

Die meisten Rezeptangaben gelten für zwei Personen und, ach ja, einen Plattenspieler. Denn so ein Gerät hat seit der Eröffnung des Lokals einen fixen Platz neben einer kleinen Vinylsammlung und ist alleinverantwortlich für die Beschallung. Anstatt anonymer Playlisten sorgt so eine extra ausgewählte LP nämlich für knisterndes Wohlfühlambiente und auch immer wieder Stille zwischen den Plattenseiten. Und für die Nachkochenden gilt: es muss ja nicht ausgerechnet Elton John sein.
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