Samarkand

Samarkand
Hölker Verlag
Eleanor Ford, Caroline Eden
224 Seiten
Kulinarische Erlebnisse entlang der Seidenstraße

Dieses Buch ist eine Hommage an die Küchen der vielen Völker, die über Jahrhunderte ihre Spuren entlang der Seidenstraße hinterlassen haben. Tadschiken, Russen, Türken, Juden, Koreaner und Usbeken. Einfühlsame Reportagen und vielseitige Rezepte verneigen sich vor der kulturellen Vielfalt und dem kulinarischen Erbe Samarkands.

Art.Nr.: 24958

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REZENSION

Samarkand – Sehnsuchtsort für Russen und Türken, Muslime, Juden und Christen, grüne Oase inmitten der Wüsten Zentralasiens, Blüte der Seidenstraße, südliche Fata Morgana, in Fliesen und Mosaik gemeißelte Frömmigkeit, lebendiges Geschichtsbuch, Mittelpunkt des antiken Universums, Schönheit, üppige Verschwenderin – wie kann man sich dir nähern?

In einem Atemzug mit Jerusalem und Byzanz genannt, fernab Europas am Horizont unserer Vorstellungskraft gelegen, doch leicht zugänglich über die kulinarische Tradition. Eine überaus reiche, von Fülle und Vielfalt zwischen West und Ost, Nord und Süd geprägte Tradition, die es zu entdecken gilt.

Aus reiner Neugier und Lust am Reisen und Gast-Sein haben die beiden Autorinnen dieses Buch geschrieben und das merkt man: es ist Bildband, Reiseroman und Kochbuch geworden, eine Erinnerung an die eigenen Sehnsüchte, das eigene Fernweh, illustriert durch die Idee grenzenloser Gastfreundschaft.

Blaugeflieste Minarette, blühende Berghänge, buntgeblümte Stoffe und immer wieder Marktszenen: in kyrillischer Schrift beschilderte Gewürze, Berge von frischen Kräutern, Türme aus Melonen und Früchte in solchem Überfluss, dass sie getrocknet in vielen pikante Schmorgerichten und Suppen verwendet werden, dazu reichlich Hühner-, Lamm- und Rindfleisch gegrillt, geschmort, faschiert, in Pasteten verarbeitet.

Die beschriebene Küche ist Vielvölkerküche mit mediterranen, russischen, persischen, indischen und sogar koreanischen Einflüssen, die eine der wichtigsten Städte der Frühzeit erblühen ließen und für unermesslichen Reichtum sorgten.

Unbedingt ausprobieren: Linsensuppe mit getrockneten Marillen, Plow in seinen zahlreichen Varianten und Fleischbällchen in Adschika, einer süchtig machenden georgischen Gewürzpaste.
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