Indisch vegetarisch

Indisch vegetarisch
Dorling Kindersley Verlag
Meera Sodha
304 Seiten
130 schnelle & einfache Rezepte für jeden Tag

Im Kochbuch Indisch vegetarisch entführt Sie die populäre Foodbloggerin Meera Sodha in 130 köstlichen Rezepten mit frischem Gemüse, Wurzeln, Hülsenfürchten und Reis in die bunte Welt der aromatischen vegetarischen indischen Küche.
Sie präsentiert geniale Rezepte für indische vegetarische Klassiker wie Dals, Curries und Samosas und neue Kreationen wie Kebabs aus roter Bete oder Kürbis, sowie delikate Desserts wie Möhren-Halwa und Pistazien-Mandel-Kuchen.

Art.Nr.: 24796

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REZENSION

Warum ich bisher kein indisches Kochbuch besessen habe, obwohl ich mich rückhaltslos in diese Küche verliebt und bereits diverse ausgeliehen habe? Weil ich auf das Richtige gewartet habe. Nun ist es endlich da und heißt „Indisch vegetarisch“ von Meera Sodha! Es war Liebe noch vor dem ersten Blick. Der Titel versprach neue, exotische Rezepte für eine ausgewogene vegetarische Ernährung. Genau das kann ich brauchen, obwohl ich keine Vegetarierin bin. Mein erstes Date hat alle Hoffnungen bestätigt: das Buch präsentiert sich hübsch, indisch-bunt, liebevoll gestaltet, fröhlich und anregend. Die erste Annäherung verlief schnell und sehr befriedigend: Auberginen mit Erdnuss-Kokos-Füllung (Seite 112), dazu Malabar Paratha (Seite 218), ein sehr gehaltvolles und feines Blätterteig-Fladenbrot und Teresas Mangosalat (Seite 133) retteten meine und die Laune meines Mannes an einem kalt-trüben Jännerwochenende. Das ist Kochen mit allen Sinnen! Das Abhobeln des gesamten Mango-Fruchtfleisches mit dem Sparschäler, das minutenlange Kneten und später Rollen des Teiges, der Duft der Erdnüsse in der Pfanne! Den Rezepten kann vertraut werden, ohne dauerndes Hinterfragen (was mich meist bei Backbüchern quält). Spätestens nach dem Essen war klar, das Buch gebe ich nicht mehr her. Die inneren Werte sind überzeugend: Auf knapp 300 wunderschön gestalteten Seiten ist eine riesige Auswahl an Rezepten komprimiert, die teils der Familientradition der in England lebenden jungen Autorin entstammen, teils auf ihren Reisen durch ihre Urheimat Indien gesammelt wurden. Diese Vielfalt ruft ganze drei Inhaltsverzeichnisse auf den Plan und das ist höchst praktisch, kann man dadurch doch z.B. Gerichte für den Sommer, Rezepte zum Verarbeiten von größeren Mengen, schnelle Rezepte oder Rezepte mit Hülsenfrüchten auf einen Blick identifizieren. Von Snacks und Currys über Salate, Hülsenfrüchte, Reis und Brot bis hin zu Pickles, Chutneys, Desserts und Drinks findet sich hier alles, was das Herz begehrt. Abgerundet werden die Rezepte durch Praxistipps, Anregungen zur Präsentation der Speisen und Menüvorschläge. Die vielen persönlichen Anekdoten und hübschen Fotos der (entzückenden!) Autorin vermitteln mir das Gefühl, Teil ihrer großzügigen indischen Familie zu sein und erfüllen mich mit Dankbarkeit, Anteil an deren reichem Wissensschatz haben zu dürfen. Das Buch ist wirklich eine gute Partie und dabei nicht einmal teuer! Einziger Wermutstropfen ist die für mich als Philologin befremdliche stellenweise recht salopp-bundesdeutsche Übersetzung. Aber kleine Makel machen erst interessant und dieser bringt meinen Entschluss nicht ins Wanken, „Indisch vegetarisch“ zu DEM indischen Kochbuch meiner guten wie schlechten Tage zu erklären.
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