Washoku – Japanisch kochen zuhause

Washoku – Japanisch kochen zuhause
Hädecke Verlag
Kimiko Barber
256 Seiten
Traditionelle und moderne Rezepte von Dashi und Ramen bis Sushi und Tonkatsu.

Bestseller-Autorin Kimiko Barber schafft mit ihrem neuen Buch die Verbindung von traditionellen, modernen Rezepten der japanischen Küche mit europäischen Zutaten und vereinfachten, schnellen Zubereitungsmethoden.

Art.Nr.: 25089

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REZENSION

Washoku ist kein neuer Foodtrend, sondern ein jahrtausendealter: es bedeutet schlicht „japanisches Essen“ und ist der Titel von Kimiko Barbers neuestem Werk. Es ist bereits das sechste Buch der ehemaligen Investmentbankerin, die sich in England und darüber hinaus einen guten Ruf als Kochbuchautorin und Kochlehrerin gemacht hat. Ihr großes Anliegen, die japanische Küche auch Neueinsteigern näher zu bringen und in den Alltag der westlichen Küchen zu integrieren, dürfte auch mit Washoku wieder gut gelingen.

Zur Einstimmung gibt es ein kurzes Kapitel über die japanische Küche und ihre Geschichte, in dem man sich über das japanische Verständnis von Saisonalität und die Bedeutung von Essgeschirr einlesen kann und erfährt, warum Reis in Japan auch als „88“ bezeichnet wird. Wer sich der japanischen Küche über die Basics nähern möchte schlägt danach am besten gleich das letzte Kapitel „Küchenutensilien und Zutaten“ auf. Die Liste der Würzzutaten ist weder lang noch besonders befremdlich, und wer bislang noch nichts mit Mirin, Dashi, Nori und Co. zu tun hatte, weiß anhand der kurzen Erläuterungen zumindest schon mal, worum es sich handelt.

Handhabung und Geschmack erschließen sich dann über die zahlreichen, in Kapiteln nach Gangfolge und Unterkapiteln nach Zutaten (Reis, Nudeln, Tofu, Eier und Geflügel etc.) gegliederten Rezepte. Ein kleiner Steckbrief zur jeweiligen Zutat steht jedem Kapitel voran und verrät Grundlegendes zu Einkauf, Verarbeitung und Aufbewahrung. Das klingt nun alles nach viel Theorie, doch die Praxis stellt sich ganz schnell als einfach und absolut alltagstauglich heraus: Das Rezept für gegrillte Auberginen kommt mit vier Zutaten aus, unter den Hauptzutaten befinden sich sehr wenige, die einen Weg zum Asia-Laden erfordern und das Prinzip der diversen umami-satten Dressings und Marinaden wird sehr schnell klar. Überhaupt, die Dressings! Eigentlich möchte man fortan alles in ihnen baden, und so empfiehlt es auch Barber: einfach mit ein paar neuen Marinaden für den täglichen Salat beginnen und so nach und nach der japanischen Aromen mehr Raum in der eigenen Küche bieten. Und schon zaubert man mit Leichtigkeit Soba-Nudeln in heißer Brühe mit Ente, Sardinen im Ingwer-Essig-Sud oder Nizza-Salat auf japanische Art. Rezepte, die eine spezielle Technik erfordern, wie etwa Maki-Rollen oder japanische Omeletts, sind hilfreich mit Schritt-für-Schritt Anleitungen bebildert. Reich bebildert ist das Werk ohnehin mit ansprechend, zeitgemäß etwas grobkörnigen Fotos, die Lust aufs Nachkochen machen.

Mein Fazit: eine absolute Empfehlung für alle, die japanische Küche lieben und sich diese bislang selber nicht zugetraut haben. Oder auch für jene, die aromatische Vielfalt in die schnelle Alltagsküche bringen möchten.
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