Die Wiener Küche

Die Wiener Küche
Mandelbaum Verlag
Ingrid Haslinger
372 Seiten
Kulturgeschichte und Rezepte.

Wie uns Autorin Ingrid Haslinger anschaulich zeigt stecken hinter der Wiener Küche sowohl kleinbürgerliche, wie auch adlige Hintergründe, wie auch die historischen Namen „Verbürgerlichte Hofküche“ bzw. „Verfeinerte Bauernküche“ zeigen. Speisen wie das Kaiserschnitzel oder der Bauernschmaus verdeutlichen das noch heute.
In diesem Buch finden sie Rezepte und Kochanleitungen der wichtigsten Speisen, sowie deren Kultur- und Entstehungsgeschichte.

Art.Nr.: 26053

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REZENSION

Auf knapp 400 Seiten führt uns die Historikerin Ingrid Haslinger durch die spannenden Etappen der Kulturgeschichte der Wiener Küche. Das Werk, welches soeben im Mandelbaum Verlag erschienen ist, begleitet den Leser förmlich mit in die damaligen Küchen und Gaststuben. Österreich, einst ein riesiges Reich von Böhmen bis hinunter an die Adria vereint diese vielfältigen geografischen Einflüsse in der mittlerweile weltweit bekannten Wiener Küche.


Kaum ein Besucher, der ohne das berühmte Wiener Schnitzel oder den Genuss eines Kaiserschmarrns die Stadt verlässt. Kaffeehausbesuche sind sogar Fixprogramm von chinesischen Touristengruppen. Doch auch wenn der Ruf dieser Gaumenfreuden bis nach Fernost gedrungen ist, so erfreut sich natürlich auch der Wiener selbst an vielerlei Gerichten sowie der Leichtigkeit des Seins bei einer Melange oder in fröhlicher Gesellschaft beim Heurigen am Stadtrand.


Beginnend mit den historischen Grundpfeilern, auf die sich die Wiener Küche stützt, werden wir durch die Kronländer begleitet und lernen in selbem Kapitel wie sich Kriege und Nachkriegszeit auf die ausgeklügelte Küche ausgewirkt haben. Detailliert wird auf das Thema Kochbuch eingegangen – was ist ein solches und wer besaß diese Werke?
Von Speisen im Wirtshaus geht es weiter ins Kaffeehaus, um dann beim Heurigen einzuziehen. Auch vermeintlichen Nebendarstellern wie dem Weißgebäck wird ein Kapitel gewidmet. Was man gleich bemerken dürfte – der Wiener isst gerne, so beschreibt die Autorin auf mehr als 100 Seiten die Mahlzeitenfolge, bei der man selber gut beraten ist einen flaumigen Guglhupf zum Buch zu haben um das Lesevergnügen würdig zu zelebrieren.


Jedes einzelne Kapitel bietet mit Exkursen Spezielles zum Schmökern, so zum Beispiel über des Kaisers Gabelfrühstück.
Einem ausführlichen Rezeptteil folgt ein Anhang gespickt mit wertvollem Detailwissen über Institutionen und bedeutende Köche sowie eine lange Liste an Kochbüchern ab 1800, die für Interessierte Stoff zum Weiterforschen bietet.


Ein Buch, bei dem man viel lernt und das Lust macht, sich durch die facettenreichen Jahrhunderte der Entstehungsgeschichte zu kochen.
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