Das Leben ein Fest

Das Leben ein Fest
AT Verlag
Anissa Helou
544 Seiten
Das Leben ein Fest. Das Kochbuch der islamischen Welt.

Dieses Kochbuch führt auf einer großen kulinarischen Reise durch sämtliche Länder der islamischen Welt — von Afrika über den Nahen und Mittleren Osten bis nach Indien und Indonesien. Es erzählt von muslimischen Traditionen und Festen, gibt Einblick in Geschichte, Geografie und Religion und präsentiert über 300 authentische Rezepte. Ein umfassendes und vielfältiges Bild der muslimischen Küchentradition, das es so noch nie gegeben hat.

Art.Nr.: 28729

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REZENSION

In der Einleitung führt uns Anissa von den Anfängen des Islam im 7. Jahrhundert in einem weiten Bogen — auch geographisch — über Indonesien, Malaysia, Bangladesch, Indien, Pakistan, Afghanistan, die Arabischen Staaten, den Oman, Jemen, Eritrea, Saudi Arabien, den Iran, Irak, Syrien, Usbekistan, Aserbaidschan, die Türkei, nach Ägypten, Tunesien, Marocco, Algerien bis in den Senegal und Nigeria und in die chinesische Provinz Xinjiang. Der Bogen reicht in die Gegenwart. Die Kapitelunterteilung dieses Buches ist besonders. Anissa teilt in: „Brot“, „Das ganze Tier“, „Reis, Getreide, Pasta, und Hülsenfrüchte“. Weiters „Das Meer“, „Gewürze und Gewürzpasten“, „frisches Gemüse“, und zuletzt fehlen auch diese nicht: „Süße Leckereien“.


Die Rezepte sind durch sehr ausführliche Anleitungen gut beschrieben, und fast alle Zutaten leicht zu beschaffen. Nahezu alle beschriebenen Gerichte sind, in irgendeiner Form, Festtagsgerichte. Auch Streetfood, kommt nicht zu kurz. Ich mag diese Bezeichnung nicht besonders, ich könnte mich jedoch auf „Kleiner Imbiss an der Straßenecke“, einigen. Da meine ich die Fatayer — Libanesisch-Syrische Teigtaschen, mit den unterschiedlichsten Füllungen, die extra beschrieben sind. Zum Bespiel: Feta mit Chili aus Aleppo, oder Lammhackfleisch mit Kräutern und Gewürzen.


Das Ganze Tier, ein Lamm am Spieß, für besondere Festtage, wird auf Safranreis serviert. Es sollte jeder Tag ein Feiertag sein. Eines meiner liebsten Gerichte, Nargisi Kebab, in unseren Breiten als „Scotch Eggs“ bekannt, ist nicht die Erfindung des englischen Luxuskaufhauses Fortnum & Mason aus dem 17. Jahrhundert, kommt aus dem Indien der Mogulenzeit. Wahrscheinlich hat ein britischer Abenteurer dieses Gericht mitgebracht, und „anglisiert“. Und immer eine gute Prise Safran, das muss sein. Nun doch ein kleiner großer Sprung, Sardinenfilets mit Chermoula. Dabei handelt es sich um eine Fülle aus Koriandergrün, Zwiebel, Knoblauch, Kreuzkümmel, gemahlenem Paprika und Chili aus Aleppo. Zwei Filets werden mit dieser Paste „zusammengeklebt“, leicht bemehlt, und dann frittiert, bis sie goldbraun sind.


Das Kapitel über Gewürze und Gewürzmischungen hat mein besonderes Interesse als „Gewürzmischer und Röster“, geweckt. Sehr spannend in meinen Augen, für den „Hausgebrauch“ rate ich jedoch zum Einkauf der Gewürze bei einem Spezialisten, also in einer Gewürzmanufaktur. Das Süße zum Schluss! Nüsse, Honig, Früchte, eine Prise Safran und Rosenblütenblätter aus Persien. Ein Glossar dient zur Erklärung einiger Begriffe, die vielleicht nicht so geläufig sind.


Ich möchte mit einem Zitat enden: „Die kulinarische Geschichte eines Viertel der Weltbevölkerung zu erzählen, ist ein gewaltiges Unterfangen. Anissa Helou beweist mit ihrem breiten Wissen und ihrer hohen Kompetenz, dass sie dieser Aufgabe gewachsen ist.“ — Yotam Ottolenghi Und an Sie Alle, nur Mut kochen Sie Geschichte einfach nach!

WEITERE
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