kochen.

kochen.
Brandstätter Verlag
Stevan Paul
408 Seiten
echt gut kochen — einfach kombinieren — unbegrenzte Möglichkeiten.

„In diesem Buch steckt die Essenz des Kochens“, sagt Stevan Paul, Kochbuchautor und Foodjournalist. Wie kein anderer spürt der gelernte Koch und Weltenbummler Trends auf und prägt seit Jahren den Kochbuchmarkt. In seinem neuen Kochbuch stehen Aromen, Würzungen, das Handwerk und die reine Freude am Kochen im Mittelpunkt.
Mit über 500 Rezepten und Texten zu den Grundlagen des Kochens, zu Geschmack und Küchentechniken, gelingt es, Kochen wirklich nachvollziehbar zu verstehen! Der Schwerpunkt liegt auf der französischen Küche, asiatische und orientalische Einflüsse setzen Akzente. Dabei hat Stevan Paul die klassische Rezept-Form neu gedacht: Die Rezepte lassen sich sowohl als Ganzes als auch in Teilen nachkochen und sogar neu kombinieren! Lernen Sie selbst kreativ zu werden!

Art.Nr.: 27936

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REZENSION

Alle paar Jahre erscheint ein Grundkochbuch das von sich selbst behauptet der neue unverzichtbare Klassiker zu sein mit dem Kochen ein Kinderspiel sei und der nun endlich alles enthält was ein Basis-Küchenwerk braucht und somit auch alle anderen Kochbücher überflüssig macht. Und drei, vier Jahre darauf kann sich kaum mehr wer an dieses ach so tolle Doch Nicht Standardwerk erinnern, weil auch bereits der nächste zukünftige Klassiker um Aufmerksamkeit buhlt.

Stevan Pauls neues Buch kommt auch nicht gerade bescheiden daher. „Jeder kann kochen: Produkt, Geschmack, Idee — und los! Mit diesem Buch gelingt es“ trompetet der Autor am Klappentext. „Das neue Standardwerk der Küche — für alle, die echt kochen wollen!“ legt der Verlag ebendort nach. Nach eingehender Beschäftigung mit dem 400 Seiten Ziegel kann ich dazu sagen, es wird viel versprochen und auch sehr viel gehalten. Es wird zwar niemand mit diesem Buch kochen lernen, Anfänger werden aufgrund des hohen Niveaus wohl eher abgeschreckt, und schnell geht hier auch nichts. Für Privatköchinnen und -köche die Wert auf erstklassige Zutaten legen, ihre eigenen Fonds zubereiten und ihre Gewürze bei Babette’s kaufen, hat das Buch aber einiges mehr zu bieten als ein paar Ideen.

Der Kapitelaufbau erfolgt klassisch nach der Speisenfolge wobei auch jeweils alle enthaltenen Basisrezepte angeschlossen sind. Zwischendurch finden sich eingestreute Exkurse zu den Themen Geschmack und Küchenpraxis die den Text auflockern und einen angenehmen Lesefluss ermöglichen. Die Rezepte selbst sind in ihren Einzelteilen dargestellt und so durchnummeriert, dass sich die Reihenfolge der Arbeitsschritte von selbst ergibt. Alles mit Zeitangaben so wie Tipps und Variationsmöglichkeiten.
Besonders zu erwähnen, weil oft darauf vergessen wird, ist das Thema Anrichten. Paul erklärt bei jedem Rezept wie man die zubereiteten Speisen final auf den Teller kriegt. Die perfekten Fotos illustrieren das aufs Prächtigste.

Ich bin schon beim Vorspeisenkapitel einen ganzen Abend lang hängen geblieben weil mich die vielen guten Ideen so lange beschäftigt haben… Beispiele aus verschiedenen Rezepten: Konfierter Lachs, Traubenvinaigrette, Rote Bete-Glasnudeln, Apfel-Schalotten, Melonen-Paprika-Salat, okay, über die Kimchi Zubereitung müssen wir nochmal reden. Ideensprühend geht geht es weiter zu den Kapiteln Fisch, Gemüse, Saucen (Pilzfond!), Fleisch, Käse, Desserts (Süßer Couscous!). Nur beim Rezept für Gefüllte Paprika muss ich weinen (kein Reis, dafür eine Rahmsauce. Oh nein!).

Fazit: Stevan Pauls Grundkochbuch ist eine Schule der verfeinerten Küche, nichts für Anfänger aber bereits für ambitionierte Amateure ein Füllhorn an Ideen und vertieftem Wissen. Man merkt das tiefe Verständnis mit dem der vielschreibende Autor diverse klassische Gerichte neu denkt ohne komplett abzuheben. Es macht Spaß, sich vorzustellen wie man das selber in der eigenen Küche zustande bringen könnte.

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